Kein Tauwasser auf Oberflächen

In trockenen Tüchern

Tauwasser kann bei haus- und betriebstechnischen Anlagen erhebliche Schäden verursachen. Besonders in der Klima- und Kältetechnik ist Kondenswasser einer der größten Gefahrenherde. Diesen Prozess zu unterbinden, stellt eine der wichtigsten Aufgaben von thermischer Isolierung dar – vor allem im kältetechnischen Bereich. Aber auch bei Anlagen mit wechselnden Betriebstemperaturen kann der Schutz vor Kondensation notwendig sein, und zwar dann, wenn die Taupunkttemperatur kurzzeitig unterschritten wird.

Eine der wichtigsten Aufgaben von technischen Dämmstoffen: die Bildung von Tauwasser vermeiden, sodass am Objekt keine Schäden entstehen.

Wie entsteht Tauwasser?

@ Andreas Hermsdorf / pixelio.de

Luft ist zu einem bestimmten Prozentsatz mit Feuchtigkeit angereichert. Dabei kann warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte. In der Nähe technischer Anlagen, deren Betriebstemperatur niedriger ist als die Umgebungsluft, kühlt letztere ab. Mit der Lufttemperatur sinkt aber auch die Kapazität der Luft zur Feuchtigkeitsaufnahme. Dabei steigt zugleich ihr Sättigungsgrad, denn die enthaltene Wasserdampfmenge bleibt konstant. Ist die Luft zu 100 Prozent gesättigt, erreicht sie ihren Taupunkt. Sinkt die Temperatur dann weiter, schlägt sich der überschüssige Wasserdampf als Tauwasser nieder. Die technische Isolierung muss also verhindern, dass die Umgebungsluft unter diesen Temperaturwert fällt.

Feuchteschäden vermeiden

FEF- und PEF-Dämmstoffe beugen der Bildung von Tauwasser vor, indem sie die Unterschreitung der Taupunktemperatur vermeiden. Ob dies gelingt, hängt erstens vom richtigen Dämmschichtmaß, zweitens von Qualität und Verarbeitung des Materials ab. Nähte müssen sorgfältig abgedichtet sein, damit die Umgebungsluft nicht bis zur Oberfläche der Rohrleitung gelingen kann. FEF- und PEF-Schäume lassen sich problemlos luftdicht verkleben. Dank ihrer geschlossenzelligen Struktur weisen sie generell einen hohen Widerstand gegen Wasserdampfdiffusion auf. Da keine Feuchtigkeit das Material durchdringen kann, benötigen sie im Gegensatz zu anderen Dämmstoffen keine zusätzliche Ummantelung. Für den Kältebereich sind sie daher ideal geeignet.

Anforderungen an Dämmstoffe

Wichtig im Kampf gegen Tauwasser ist die richtige Bemessung der Dämmschichtdicken. Um diese korrekt zu ermitteln, müssen mehrere Faktoren bekannt sein. Nach der gängigen Formel werden Medium- und Raumtemperatur sowie relative Luftfeuchtigkeit zueinander ins Verhältnis gesetzt. Auch der Wärmeleitwert sowie der Wärmedurchgangskoeffizient des eingesetzten Dämmstoffs nehmen Einfluss auf die Kalkulation, ebenso wie die geometrischen Abmessungen des Rohres oder Behälters.

Das Verhindern von Tauwasser ist eine Anforderung, die jeder Kältedämmstoff unter jeder Bedingung erfüllen muss. FEF- und PEF-Produkte bieten dafür optimale Voraussetzungen, wobei sie mit vergleichsweise geringen Dämmstoffdicken auskommen. Selbst auf lange Sicht können geschlossenzellige Dämmstoffe so die Gefahr einer Durchfeuchtung bannen.