Schutz gegen Korrosion

Garantiert rostfrei

Rost kann große Schäden an technischen Anlagen und Rohrsystemen verursachen. Bei der Installation sollte deshalb in jedem Fall ein langfristiger Schutz bedacht werden. Obwohl manche Anlagenteile heute weniger korrosionsanfällig sind, lassen sich Reaktionen von Metallen unter der Einwirkung von Feuchtigkeit nicht immer vollständig vermeiden. Vor allem in feuchten Umgebungen sind zusätzliche Schutzmaßnahmen unerlässlich. Bei mangelnder Dämmung kann Korrosion auch in Folge von Tauwasserbildung entstehen.

Indem Dämmstoffe aus FEF und PEF die Bildung von Tauwasser verhindern, halten sie Oberflächen trocken und schützen intensiv und sicher vor Rostbildung.

Außenliegende Gefahrenzonen

Innenwände von Rohren und Behältern sind besser vor Korrosion geschützt als deren Außenseite, da in geschlossenen Systemen zumeist kein Sauerstoff enthalten ist. Anders verhält es sich mit außenliegenden Flächen: Die Zusammensetzung der Feuchtigkeit, die von außen auf das Medium einwirkt, ist in der Regel unbekannt. So fördert Wasser mit niedrigem ph-Wert (<7) eine stärkere Korrosionsbildung. Zudem lässt sich Sauerstoff nicht vollständig von den Oberflächen abhalten. Äußere Korrosion bildet demnach die häufigste Ursache für Feuchteschäden an Rohrleitungen und anderen Installationssystemen.

Vermeidung von Lochfraß

Bei einer Flächenkorrosion wird das Material sukzessive und gleichmäßig zersetzt. Selektive Korrosion tritt hingegen nur an begrenzten Stellen auf und schreitet schnell voran. Sie kann zu sogenannten Spannungsriss-Korrosionen führen, die durch das Zusammenwirken der Korrosion mit Zugspannungen entsteht. Der auch als „Lochfraß“ bezeichnete Effekt entsteht, wenn Konzentrationen bestimmter chemischer Stoffe auf die Oberfläche einwirken. Nicht-rostender Stahl kann beispielsweise beim Kontakt mit Chloriden korrosionsanfällig sein. Korrosionsauslösende Inhaltsstoffe in Dämmmaterialen dürfen daher bestimmte Grenzwerte nicht überschreiten. Inwieweit metallische Werkstoffe unter kritischen Bedingungen eingesetzt werden können, lässt sich in der Regel den Beständigkeitstabellen der Hersteller entnehmen.

Arten der Korrosion

@ JUREC / pixelio.de

Generell sind zwei Prozesse der Korrosion zu unterschieden: Bei der chemischen Korrosion oxidiert das Metall durch die Reaktion mit Sauerstoff. Bei der galvanischen Korrosion läuft der Korrosionsvorgang zwischen zwei Metallen ab, wobei das unedlere Metall immer stärker zersetzt wird. Dieser Effekt kann in der Installationstechnik auftreten, wenn verschiedene Metalle miteinander verbaut werden. In beiden Fällen setzt Feuchtigkeit den Prozess in Gang. Technische Dämmstoffe können solche Vorgänge von vornherein unterbinden, indem sie Oberfläche und Umgebung des zu schützenden Mediums trocken halten.

Schutzmaßnahmen ergreifen

Bauseitig ist dafür zu sorgen, dass Rohre und Behälter nicht über längere Zeit mit Feuchtigkeit in Berührung kommen. Geschlossenzellige Dämmstoffe haben sich hier besonders bewährt. Sie verhindern das Eindringen von Feuchtigkeit bis zur Oberfläche des Mediums. Dazu müssen sie wasserdicht angebracht und an den Stoßstellen exakt verklebt sein. Metallische Oberflächen können zusätzlich mit einem wirksamen Korrosionsschutz in Form einer Grundierung oder Beschichtung versehen werden. Viele Mitglieder der CEFEP bieten entsprechende Systemergänzungen an.